Am Volkstrauertag gedenkt man nicht den Soldaten, sondern ihren Opfern
So lautete es zumindest in der Ansprache des Bürgermeisters der Stadt Wetter, Frank Hasenberg, dass der Volkstrauertag kein Heldengedenken sei, sondern lediglich mahnen soll. In Zeiten von Pazifismus und uneingeschränkter Nächstenliebe verkommt ein Albert Leo Schlageter zu einem Massenmörder, die Revolutionäre vom Marsch zur Feldherrenhalle zu wahnwitzigen Putschisten und an ihr Vaterland glaubende Idealisten zu Mördern. Dass diese Menschen allerdings eins einte, der ungebrochene Glaube an eine Besserung für ihr Vaterland, verachtet man heute.
Jeder Tote, ist einer zu viel. Dem können wir in natürlich zustimmen. Doch sollte ein Regime abermals versuchen Oppositionelle durch Gewalt und Diskreditierung klein zu halten, die Opposition verfolgen, inhaftieren und ermorden - so wird man sich erneut die Frage stellen: Lohnt sich nicht das Opfer, um Freiheit zu erlangen? Schuld ist nicht derjenige, der eine Veränderung herbeiführen möchte, sondern derjenige, der sich der Mehrheit mit Waffengewalt in den Weg stellt, um seine brüchige Position zu festigen. Dies hat die Weimarer Republik zu spüren bekommen und das wird auch die BRD ereilen.
Aus diesen Umständen heraus betrat man den Platz am Ehrenmal in Herdecke an der Goethestraße, als die städtischen Vertreter sich vom Ehrenmal entfernten.
Sieben Kameraden samt Kranz und Schleife sammelten sich an jener Stelle, wo man kurz zuvor noch die Totenruhe durch ewigen Schuldkult zu stören versuchte. Diese war jedoch wieder hergestellt, als ein anwesender Aktivist das Wort ergriff. Schnell versammelten sich einige Leute der vorangegangenen Veranstaltung um die Aktivisten. Niemand versuchte anzugreifen. Den Kranz mit schwarz-weiß-roter Schleife hinterließ man am Kriegermal, am darauffolgenden Morgen war dieser immer noch vorhanden.
Ewig lebt der Toten Tatenruhm!